ZWERGENBURG e.V.
Kindertagesstätte
Am Gutshof
0 51 30/37 87 40

Spielkreis
Wasserwerkstr. 40
0 51 30/3 67 25

Fax: 0 51 30/37 87 41
30900 Wedemark-Elze

Unser Kindergarten

  • Veränderte Kindheit – offener Kindergarten

  • Wir arbeiten „offen“, das heißt für uns:
  • -      Wir sind offen für die Bedürfnisse der Kinder.
  • -      Wir sind offen für die Einmaligkeit des Kindes und für seinen individuellen   Entwicklungsprozess.
  • -      Wir sind offen für Veränderungen in der Pädagogik.
  • -      Wir sind offen für Veränderungen in uns und für eigene Lernprozesse.
  • Offene Pädagogik als Antwort auf die veränderte Lebenssituation unserer Kinder.
  • Die Lebensbedingungen der Kinder haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. Während die letzte Generation noch die Möglichkeit hatte, je nach Alter und Reife den Radius um sein Elternhaus eigenständig zu vergrößern, die Umgebung zu erforschen, auf Entdeckungsreise zu gehen und Spielkameraden zu treffen, wird der Alltag der heutigen Kinder weitgehend von Erwachsenen organisiert und bestimmt.
  • Freizeitangebote, Förderprogramme, mit den Eltern abgestimmte Verabredungen mit möglichst nur einem Kind, aber auch der zunehmende Straßenverkehr selbst in ländlichen Wohnorten, nehmen den Kindern Freiräume für selbstständige Freizeitgestaltung. Auch der Erfahrungsraum Natur geht immer mehr verloren. Die Zeit für das eigenständige Spiel und selbstgelenkte Aktionen in Kindergruppen auf der Straße oder im häuslichen Umfeld schwindet. Das Lernfeld Straße, Wald, Wiese, welches selbständig erobert werden kann, gibt es häufig nicht mehr. Gründe hierfür sind der Straßenverkehr und die Angst vor Gewalt. Häufiges Autofahren, die neuen Medien, wie Fernseher und Computer, tun ihr Übriges um den natürlichen Bewegungsdrang einzuschränken. Erlebnisse werden durch Knopfdruck ausgelöst.
  • Für die Entwicklung eines positiven Selbstbildes müssen Kinder die Erfahrungen machen können, dass das Resultat ihrer Handlungen aus eigenem Antrieb erfolgt. Zufällige oder fremdbestimmte Handlungserfahrungen tragen dazu wenig bei. Sie müssen von sich aus wissen, „Ich bin etwas, ich kann etwas und ich kann auf dieser Welt eigenständig wirksam werden“.
  • Die Konsequenz daraus für unsere pädagogische Arbeit ist, dass die Kinder genügend Zeit und Raum für selbstgeleitetes Spiel haben.
  • Dies waren für uns zwingende Gründe den Kindergartenalltag zu verändern und unseren Kindergarten als „Offenen Kindergarten“ zu führen.
  • Das heißt keine klassischen Gruppenräume, sondern themenbezogene Räume wie: Bewegungsraum ZWERGENARENA, Kreativecke ATELIER, die ruhigen Ecken mit Spielen SPIELECKE und mit Büchern BIBLIOTHEK, die Cafeteria ZWERGENSTÜBCHEN, die Rollenspielbereiche PUPPENECKE und VERKLEIDEN UND SCHMINKEN, der Sinnesraum TRAUMINSEL, der Bereich zum Bauen und Konstruieren BAUECKE, die Lernwerkstattbereiche SPRACHWERKSTATT; FORSCHERWERKSTATT UND ZAHLENWERKSTATT für die Kinder vor dem Schuleintritt und das Außengelände.
  • Alle Bereiche sind für alle Kinder geöffnet und zugänglich. Lebhaftes Spiel der einzelnen Kinder stört nicht die Kinder die sich zurückgezogen haben und ruhig in den Funktionsecken oder an den Tischen spielen. In unseren Werkstätten „arbeiten und experimentieren“ unsere Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung. Zum Morgenkreis treffen sich die Kinder in den Stammgruppen zu gemeinsamen Spielen, zum Singen, zum Geschichten Zuhören, um Gespräche zu führen und um das freie Sprechen in der Gruppe und die Konzentration zu lernen und zu fördern. In der Stammgruppe feiern die Kinder gemeinsam Geburtstag und erleben die Waldwoche.
  • Die übrige Kindergartenzeit sind alle Bereiche geöffnet und die Kinder gehen auf Entdeckungsreise. Jedes Kind kann selbst entscheiden welches Angebot es wahrnimmt, wo es spielen will, mit wem es spielen will, was es spielen will oder ob es vielleicht frühstücken will. Es findet zum Beispiel in der ZWERGENARENA Turngeräte, Matten, Kissen und vieles mehr, mit dem es sich unter Aufsicht eigenständig oder unter Anleitung, bewegen darf. In der Kreativecke sind verschiedene Malstifte, Scheren, Klebstoff und andere Bastelmaterialien und in die TRAUMINSEL können die Kinder sich zurückziehen und entspannen.
  • Schon zu Beginn der Kindergartenzeit werden den Kindern die „Regeln des Hauses“ vorgestellt. In allen Bereichen finden die Kinder Hilfe und Unterstützung einer Erzieherin, die auch Statistik führt und auf die Einhaltung der Regeln achtet und als Ansprechpartner vor Ort ist. Unsere Mitarbeiter in den entsprechenden Bereichen achten darauf, dass kein Kind mit seinem Problem allein bleibt.
  • Die Neugier und die Offenheit für neue Erfahrungen ist in den Jahren vor der Schule am größten, so Freud. In dieser Zeit wird die Grundlage für das spätere Leben bzw. Lernen geschaffen.
  • Kinder nehmen die Welt nicht mit dem Kopf über das Vorstellen und Denken wahr, sie nehmen die Welt hauptsächlich über ihre Sinne mit ihrem Körper wahr.
  • Der offene Kindergarten bietet:
  • -      Entscheidungsmöglichkeiten und Freiräume für Kinder.
  • -      Die Erfahrung aus eigenem Antrieb zu handeln.
  • -      Die Erfahrung ganz nach eigenem Lerninteresse handeln und forschen zu können.
  • -      Die Erfahrung eigenständig in einer Gruppe zurecht zu kommen.
  • -      Schafft Bildungserlebnisse.
  • -      Schafft Raum für einfache Grunderfahrungen.
  • -      Bietet Bildung durch Bewegung.
  • „Kinder brauchen Herausforderungen, Möglichkeiten zum Experimentieren,
  • sie brauchen Anleitungen zu neuen Möglichkeiten und „Futter“ für ihren Bildungshunger.“